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Ausgewählte Ausgabe: 12-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Modulare Softwareplattform vereinfacht Engineering-Aufgaben

Um langfristig wettbewerbsfähig am Markt agieren zu können, müssen Produktionsprozesse flexibler und Automatisierungslösungen kommunikativer und anpassungsfähiger werden. Als neue Software-Lösung von Phoenix Contact bildet „PC Worx Engineer“ die Basis für alle Aufgaben rund um die Konfiguration, Programmierung, Diagnose und Visualisierung von Applikationen. Die tiefe Integration der einzelnen „Gewerke“ eröffnet dem Anwender dabei entscheidende Vorteile. Dazu zählen die Vermeidung von Fehlern, die Reduzierung der Kosten sowie ein deutlich geringerer Zeitaufwand beim Erstellen der Applikation.


Bildartikel zu ZB Phoenix Contact Bild 0

In der neuen Software-Lösung werden Anwender nicht nur bei der Programmierung, sondern auch bei der Konfiguration und Inbetriebnahme unterstützt.

Die Informationsarchitektur stellt die Grundlage für die tiefe Integration dar. Sie ist das Regel- und Rahmenwerk für die verschiedenen Gewerke der Software-Plattform. Die Engineering-Oberfläche gliedert sich in sämtlichen Funktionsbereichen nach dem gleichen übersichtlichen Prinzip – egal, ob programmiert, visualisiert oder konfiguriert wird.
An zentraler Stelle ist der Editierbereich angeordnet. Er wird im rechten Bereich der Oberfläche von einer Aufstellung aller generell zur Verfügung stehenden Elemente flankiert. Links neben dem Editierbereich befindet sich die Sammlung der bereits verwendeten Objekte – der „Instanzen“. Übergreifende Funktionen – wie eine Logikanalyse oder die Querverweisliste – werden auf der unteren Seite der Software-Oberfläche gruppiert. Um die Übersichtlichkeit zu erhöhen, können ergänzend zu unterschiedlichen Full-Screen-Funktionen auch Editoren beliebig ein- oder ausgeblendet werden.
Die einzelnen Gewerke – wie Programmierung oder Hardware-Konfiguration – lassen sich über intelligente Systemfilter ein- und ausschalten. So sieht der Anwender beispielsweise bei der Erstellung einer Visualisierung lediglich die zu diesem Zweck benötigten Menüs und Elemente. Auf der Oberfläche werden also keine Funktionen mehr angezeigt, die zur Programmierung oder Konfiguration erforderlich sind. Wiederkehrende Bedienkonzepte ziehen sich wie ein roter Faden durch sämtliche Gewerke, sodass sich der Anwender schnell in den verschiedenen Bereichen zurechtfinden kann.

Objektorientierte Programmierung gemäß IEC 61131–3

Die Programmierung einer Automatisierungslösung mit PC Worx Engineer basiert auf dem aktuellen IEC 61131–3-Standard. Das Tool unterstützt die Sprachen Strukturierter Text (ST), Kontaktplan (KOP), Funktionsbausteinsprache (FBS) und Ablaufsprache (AS). Neben den vielen Neuerungen, die in der 3. Edition der IEC 61131–3 umgesetzt wurden, erweist sich die Objektorientierung als die herausragende Erweiterung. PC Worx Engineer arbeitet im ersten Schritt mit objektorientierten Funktionsbausteinen mit Methoden-Aufrufen.
Bei grafischen Programmiersprachen kann der Anwender zwischen einer netzwerkorientierten oder einer freigrafischen Programmierung wählen und die Sprachen in den Programm-Organisationseinheiten beliebig mischen. Zur tiefen Integration der Programmierung in das Engineering-System gehört ebenfalls, dass Usability-Eigenschaften angewendet werden können, die im gesamten System wiederzufinden sind – also auch bei der Visualisierung oder Konfiguration der Automatisierungslösung, Bild 1. Somit wird dem Wunsch der Anwender nach einer einheitlichen Bedienung im gesamten Tool Rechnung getragen.

Bild 1.  „PC Worx Engineer“ ist eine innovative Software mit User-optimierter Bedienungsoberfläche.

Bild 1.
„PC Worx Engineer“ ist eine innovative Software mit User-optimierter Bedienungsoberfläche.

Programmierung der funktionalen Sicherheit

Bild 2.  Die neue Lösung bietet die nahtlose Integration der Programmierung für funktionale Sicherheit gemäß IEC 61508.

Bild 2.
Die neue Lösung bietet die nahtlose Integration der Programmierung für funktionale Sicherheit gemäß IEC 61508.

Die nahtlose Einbindung der unterschiedlichen Gewerke spiegelt sich ebenso in der Programmierung der funktionalen Sicherheit wieder. Die sichere Programmerstellung in der Engineering-Umgebung PC Worx Engineer wurde gemäß IEC 61508 entwickelt und vom TÜV Rheinland zertifiziert. Der Anwender nutzt dabei die netzwerkorientierten Editoren, in denen er die Funktionsbausteinsprache oder Kontaktplan als „Limited Variability Language“ (LVL) einsetzen und mixen kann, Bild 2. Einzelne Sicherheitsfunktionen lassen sich durch eine Verifikationsfunktion absichern, wohingegen netzwerkgranulare CRC-Summen jederzeit Aufschluss über geänderte Code-Fragmente geben.

Seite des Artikels
Autoren

 Roman Just

Mitarbeiter im Marketing Software der Business Unit Control Systems bei Phoenix Contact Electronics in Bad Pyrmont.

 Carsten Kolodziej

Mitarbeiter im Marketing Software der Business Unit Control Systems bei Phoenix Contact Electronics in Bad Pyrmont.

Passgenaue Zusammenstellung...

... der notwendigen Funktionen

Mit  PC  Worx  Engineer  stellt Phoenix Contact eine kostenfreie  Engineering-Plattform zur  Verfügung,  die  alle grundlegenden  Funktionen für  die  Programmierung,  Visualisierung,  Diagnose  und Hardware-Konfiguration  umfasst (www.phoenixcontact.de/plcnext).  Weitere  Funkti-ons-Add-ins wie Safety- oder Visualisierungslösungen können einfach in die Plattform integriert  werden.  Mit  den Add-ins  lässt  sich  schnell eine individuelle Version der Lösung  generieren.  Der  modulare  Software-Aufbau  unterstützt  aufgrund  der  reduzierten,  übersichtlichen Oberfläche  eine  intuitive User-Führung.  Und  der  Anwender  bezahlt  nur  die  zusätzlichen Funktionen, die er tatsächlich  für  seine  Automatisierungslösung benötigt, Bild. 

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