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Ausgewählte Ausgabe: 12-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Einfach ansteuerbare E-Montagegreifer

Die Zimmer Group rundet ihr Greiferportfolio ab. Zur „Motek“ wurde eine neue Serie an elektrisch angetriebenen Kleinteilegreifern vorgestellt, die besonders einfach anzusteuern sind. Mit der aktuellen Baureihe „GEP2000“ hat die Zimmer Group eine neue Serie an elektrisch angetriebenen Kleinteilegreifern aufgelegt, die vor allem für Montageaufgaben und das Handling von Kleinteilen konzipiert wurden.


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Bild 1.
Elektrisch angetriebener Kleinteilegreifer „GEP2000“ im Einsatz bei einer Stoßdämpfermontage.

Für diese Aufgaben bietet die Serie, die ab der Motek mit vorerst drei Baugrößen gestartet ist, einstellbare Greifkräfte zwischen 80 N und 400 N sowie Backenhübe zwischen 10 mm und 16 mm, Bild 1. Die Greifer, die mit einer mechanischen Selbsthemmung den Verlust des Werkstücks bei Stromausfall verhindern, sind mit einer integrierten Steuerung ausgestattet und stehen in drei Ansteuerungsvarianten zu Verfügung, mit:
– IO-Link,
– digitalem I/O sowie
– digitalem I/O in Kombination mit einem analogen Ausgang zur Abfrage der Backenpositionen.

Zukunftssichere Intelligenz mit IO-Link

In der IO-Link-Variante bietet der Greifer alle systemtypischen Vorteile von IO-Link, also nicht nur die einfache Handhabung und Bedienung, sondern auch die problemlose Integration. Nach dem Anschluss eines einzelnen Kabels kann der Greifer Daten von der übergeordneten Steuerung empfangen oder an sie senden. Parameter wie Greifkraft und Greifgeschwindigkeit werden zentral festgelegt, über die IODD (IO Device Description) meldet sich der Greifer an der übergeordneten Steuerung an. Das führt zu einer erheblichen Zeitersparnis bei der Inbetriebnahme oder bei einem Austausch des Greifers. Mit IO-Link eröffnen sich darüber hinaus neue Perspektiven für erweiterte Diagnosefunktionen und die vorbeugende Wartung (Predictive Maintenance) – das verbessert in Summe die Anlagenverfügbarkeit.
Zusätzliche Hardware in Form von Controllern ist dank der hoch entwickelten Steuerung nicht notwendig. Als Bindeglied zwischen Greifer und Feldbus genügt ein IO-Link-Master und auch in einer eventuell genutzten SPS (speicherprogrammierbaren Steuerung) muss keine zusätzliche Software implementiert werden.
Die Zimmer Group stellt für die einfache Bedienung zudem ein eigenes Mensch-Maschine-Interface (Human Machine Interface HMI) zur Verfügung. In diesem Tool, das eine spezielle greiferangepasste Bedienoberfläche aufweist, können die Parameter für bis zu 32 verschiedene Werkstücke hinterlegt werden.

Digital I/O – so einfach wie ein Pneumatikventil

In der digitalen I/O-Version werden die Greifer so einfach wie ein herkömmliches pneumatisches Ventil angesteuert. Auf ein Steuersignal hin öffnet der Greifer, auf ein weiteres werden die Backen geschlossen, ohne Signal erfolgt keine Bewegung. Bei dieser kostengünstigen Variante genügt für den Anschluss ein vierpoliges Kabel, das den Greifer mit elektrischer Energie und mit Steuerungsdaten versorgt. Um gleich mehrere Greifer ansteuern zu können, genügt ein handelsüblicher Zentralverteiler.

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Autoren

 Horst Stegmüller

Redaktionsbüro TEX.ST, St. Leon-Rot.

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