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Ausgewählte Ausgabe: 12-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Effizienter Steuerungs- und Schaltanlagenbau

In der 8000 m2 großen Produktionshalle von Blumenbecker Automatisierungstechnik in Beckum herrscht Übersichtlichkeit und Ordnung. Alle Abläufe in der 2014 eingeweihten Halle des Steuerungs- und Schaltanlagenbauers sind exakt durchgeplant, um eine möglichst hohe Effizienz in der Produktion zu erreichen. Voraussetzung dafür ist unter anderem eine durchgängige Datenhaltung, die sich von der Elektroplanung bis zum Versand erstreckt. Das Unternehmen setzt dabei auf die Softwarelösungen und das „Data Portal“ von Eplan sowie die Systemtechnik von Rittal.


Bild 1.  Effizienz ist heute im modernen Steuerungs- und Schaltanlagenbau, wie hier bei Blumenbecker Automatisierungstechnik, gefragter denn je.

Bild 1.
Effizienz ist heute im modernen Steuerungs- und Schaltanlagenbau, wie hier bei Blumenbecker Automatisierungstechnik, gefragter denn je.

Blumenbecker Automatisierungstechnik beschäftigt rund 250 Mitarbeiter. Bevor ein neues Projekt den Weg in die Produktionshalle in Beckum findet, Bild 1, ist eine umfangreiche Vorarbeit in der Planung notwendig. Nur wenn von Beginn an die Datenqualität stimmt, ist die geforderte hohe Effizienz zu erreichen.

Hohe Datenqualität sichert effizientere Fertigungsabläufe

ZB 039 Ritta l Bild 2 vorher BLUMENBECKER-0564.jp BU

Bild 2.
Die 3D-Aufbauplanung, die das Team von
Martin Settele
verantwortet, bildet zusammen mit der Elektroplanung die Basis für alle weiteren Schritte.

Martin Settele ist Teamleiter Steuerungstechnik und mit seinen Kollegen für die Elektro- und Aufbauplanung zuständig, Bild 2: „In der Elektroplanung einer Anlage legen wir die Basis für alle nachfolgenden Schritte.“ Daher geschieht bei Blumenbecker die Elektroplanung vorzugsweise im Haus, wenn nicht der Kunde bereits eine fertige Elektroplanung anliefert. Anschließend wird eine Aufbauplanung durchgeführt. Auf Basis der Stücklisten aus der Elektroplanung werden alle Komponenten in einem virtuellen 3D-Modell im Schaltschrank platziert.
Der Datenqualität misst Peter Kindt – als Gruppenleiter Steuerungstechnik für zahlreiche Kundenprojekte verantwortlich – ebenfalls eine entscheidende Bedeutung zu: „Die Daten müssen stimmen, damit wir in der Produktion nicht auf Schwierigkeiten stoßen.“ Wichtig sind etwa die geometrischen Abmessungen, damit später alles auch so in den Schaltschrank passt, wie es in der Aufbauplanung vorgesehen ist. „Wir haben intern eine Datenbank mit etwa 70 000 verschiedenen Komponenten, von denen wir 15 000 bis 20 000 häufig verwenden“, sagt Kindt. Für alle Teile sind entsprechende „Step“-Dateien für die 3D-Aufbauplanung in der Datenbank enthalten. Die geforderte hohe Datenqualität stellen leider nicht alle Lieferanten zur Verfügung, so der Gruppenleiter: „Nur bei wenigen Unternehmen sind wir mit der Datenqualität zufrieden. Vorbildlich ist hier die Firma Rittal, die deswegen auch zu unseren Hauptlieferanten gehört.“

Daten nahtlos weiterverwenden

Im Anschluss an die Aufbauplanung werden mit dem sogenannten Autorouting die Daten für die Verkabelung der Komponenten erzeugt. Dazu kombiniert die Software die Daten aus dem Schaltplan mit dem 3D-Aufbauplan. Als Ergebnis entstehen Daten für die Kabelkonfektionierung und eine Verdrahtungsliste, welche die Mitarbeiter in der Produktion später benötigen. Die Software-Werkzeuge, die in der Planung eingesetzt werden, kommen von Eplan, das – wie Rittal auch – zur Friedhelm Loh Group gehört. Als CAE-System kommt „Electric P8“ zum Einsatz. Bei der Aufbauplanung wird das 3D-Engineering-Tool Pro Panel verwendet.
Die nahtlose Weiterverwendung der Daten ist ein wesentlicher Vorteil der Systeme. Die bevorzugte Quelle für die Komponenten-Daten ist das Data Portal. Auf dieser webbasierten Plattform finden die Planer mehr als 760 000 Komponenten-Daten von 206 Herstellern. Neben den 3D-Daten enthält das Data Portal auch weitere Informationen zu den Komponenten – wie Schaltplanmakros oder kaufmännische Daten. Auch die betriebswirtschaftlichen Prozesse basieren auf den während der Planung erzeugten Daten. Kalkulation, Bestellwesen und Auftragsabwicklung greifen alle auf die gleiche Datenbasis zu. Neben der hohen Effizienz der Prozesse werden damit Fehler wirkungsvoll vermieden.

Optimierter Workflow in der Produktion

Ende 2014 hat Blumenbecker Automatisierungstechnik die neue Produktionshalle für den Schaltanlagenbau eingeweiht. Auf über 8000 m2 sind Logistik, mechanische Produktion, Elektrotechnik und Qualitätssicherung untergebracht. Heinz-Josef Schmitz, Leiter der Schaltanlagenproduktion, betont, wie viel Wert bei der Planung der neuen Produktion auf die Effizienz gelegt wurde: „Der Workflow innerhalb der Halle ist bei sämtlichen Prozessen optimiert.“ Beim Wareneingang werden etwa alle Komponenten direkt dem richtigen Projekt zugeordnet.

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Autoren

Dr. Jörg Lantzsch

Fachjournalist, Wiesbaden

 Hans-Robert Koch

Leiter Fachpresse, Unternehmenskommunikation
Rittal GmbH & Co. KG
Auf dem Stützelberg
35745 Herborn
Tel.: 0 27 72/5 05-0
E-Mail: info@rittal.de
www.rittal.de

SPS IPC Drives:...

... konkrete Fragen – konkrete Antworten

Dialogorientiert  und  praxisnah  –  so  präsentiert  sich  Rittal  auf  der  „SPS  IPC  Drives“  2017  in Nürnberg auf über 1100 m2 . Um Fachbesuchern einen effizienten Messebesuch zu bieten, stellt sich der Systemanbieter unter dem Motto „Let’s talk about“ bereits vor Messebeginn über ein Online-Portal  (www.rittal.de/sps2017)  gezielt  Fragen.  Im  Fokus  stehen  Themen  wie  Steuerungs- und  Schaltanlagenbau  4.0,  Maschinenverfügbarkeit,  Betriebssicherheit,  Energieeffizienz  sowie Smart Services und Industrial IT Solutions.
Rittal GmbH & Co. KG, Auf dem Stützelberg, 35745 Herborn, Tel. 02772 / 505-0, Fax -2319,
E-Mail: info@rittal.de, Internet: www.rittal.de, SPS IPC Drives: Halle 5, Stand 111

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