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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Sicherheit im industriellen Internet of Things

Das „Internet of Things“ (IoT) verschafft der produzierenden Industrie einen großen Innovationssprung. Soll IoT ein Erfolg werden, müssen Cyber-Angriffe und Netzwerkprobleme allerdings rechtzeitig erkannt und konsequent abgeblockt werden – und zwar ohne dass sich die Produktionsprozesse dadurch verzögern. Benötigt werden dafür speziell auf die Industrie ausgerichtete Informationstechnik-Sicherheitslösungen.


Bild 1.  Maschinen, Werkzeuge und Steuerungsgeräte werden zu Trägern digitaler Informationen und geben Befehle selbständig weiter.

Bild 1.
Maschinen, Werkzeuge und Steuerungsgeräte werden zu Trägern digitaler Informationen und geben Befehle selbständig weiter.

Im Zeitalter des IoT werden Maschinen, Werkzeuge und Steuerungsgeräte zu Trägern digitaler Informationen. Sie sind „smart“ und können Daten verarbeiten und Befehle selbstständig weitergeben, Bild 1. Für die produzierende Industrie entstehen neue Chancen: Produktionsprozesse werden beispielsweise dynamischer und effizienter. Gleichzeitig gehen mit der wachsenden Anzahl der mit dem Internet verbundenen Geräte jedoch auch Sicherheitsrisiken einher. Cyber-Kriminelle können die Schnittstellen mit dem Netz als Angriffspunkt nutzen – mit gravierenden Folgen. Diese reichen vom Verlust sensibler Unternehmensinformationen über die Sabotage einzelner Maschinen bis hin zu Produktionsausfällen.
Tatsache ist: IT (Informationstechnik)-Sicherheit gilt bei Unternehmen inzwischen als wichtigste Hemmnis beim Thema Industrie 4.0. Das ist das Ergebnis einer Studie der IDG Communications Media AG. Die Umfrage zeigt, dass die größte Sorge von Unternehmen möglichen Hackerangriffen oder DDoS-Attacken gilt, gefolgt von Industriespionage und dem daraus resultierenden Verlust der Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig gehen zwei Drittel (65 %) der Unternehmen davon aus, dass Industrie 4.0 in den nächsten drei Jahren für sie wichtig oder sehr wichtig wird. Die Aussagen unterstreichen das Ergebnis der Studie „IT-Sicherheit für Industrie 4.0“ des Bundeswirtschaftsministeriums aus dem vergangenen Jahr. Dieses lautete: Die IT-Sicherheit ist zunehmend technische Voraussetzung und entscheidender Enabling-Faktor für die Industrie 4.0.

Netzwerk wird zur Blackbox

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Bild 2.
Über Fernwartungszugänge und Update-Interfaces an Maschinen können Daten nach außen dringen oder schädliche Daten in das Unternehmen gelangen.

Vor allem dort, wo Maschinen und Anlagen für den Fernzugriff mit Herstellern und Wartungstechnikern vernetzt sind, Bild 2, entstehen hohe Sicherheitsrisiken. Über Fernwartungszugänge und Update-Interfaces an den Maschinen entstehen Schlupflöcher, durch die Daten unerwünscht nach außen dringen oder schädliche Daten in das Unternehmen gelangen können.
Diesen Gefahren haben die in den Produktionsnetzwerken eingesetzten, industriellen Leit- und Steuerungskomponenten kaum etwas entgegenzusetzen. Denn die meisten Komponenten der Steuerungs- und Regelungstechnik wurden in der Vergangenheit mit Blick auf deren Verfügbarkeit und nicht auf deren Sicherheit entwickelt. Solange die Produktionsnetze von der übrigen IT-Infrastruktur getrennt waren, gab es deutlich weniger Angriffsmöglichkeiten. Mit dem Aufkommen des „Internet der Dinge“ und der Industrie 4.0 ändert sich dies.

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Autoren

 Anja Dienelt

Solution Manager IoT bei Rohde & Schwarz Cybersecurity in München.

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