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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Dämpfer in Linearmodulen

In der Lineartechnik stehen Anwendern zahlreiche verschiedene Komponenten und Systemlösungen zur Verfügung. Es gibt einerseits ganz spezielle Dämpfungselemente – etwa Kleinstoßdämpfer – für anspruchsvollere Lösungen, andererseits kostengünstigere Produkte wie Strukturdämpfer für einfachere Aufgaben. Kurz gesagt: In der Lineartechnik gibt es praktisch für alle Aufgaben und jedes Budget inzwischen die passende Lösung. Zwei Praxisbeispiele machen dies deutlich. Kleinstoßdämpfer gehören trotz ihrer geringen Größe zu den anspruchsvolleren Produkten mit „Allrounder-Qualitäten“.


Sie optimieren Maschinen sowohl zuverlässig als auch effektiv, indem sie Massen schnell und zerstörungsfrei bremsen. Die Stoßdämpfer nehmen die Masse weich auf und verzögern die kinetische Energie gleichmäßig über den gesamten Hub. Es entsteht eine konstante lineare Kennlinie und damit die geringste Belastung für die Maschine. Als angenehmer „Nebeneffekt“ wird eine erhebliche Lärmreduktion erzielt. Durch das rasche und sanfte Abstoppen ohne Rückpralleffekte sind schnellere Taktungen bei den Maschinen mit entsprechend höherer Produktivität möglich.

ZB ACE Bild 1 ACE_zipatec_Anwendung-1.JPG

Bild 1.
Das Pneumatikmodul „LM35“ von zipatec ist als kompakte Einheit mit Führungsschiene, Schlittenteil, Endplatten und Dämpfung ausgeführt.

ZB ACE Bild 2 ACE_zipatec LM35-Totale.jpg

Bild 2.
Die Kleinstoßdämpfer lassen sich einfach in Linearmodule (hier LM35) integrieren und überzeugen durch Kompaktheit, Qualität, Präzision, Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit.

Ein Beispiel hierfür sind die Pneumatikmodule der Firma zipatec Montagetechnik, Kalchreuth (www.zipatec.de – Motek: Halle 5, Stand 5512, bei ERO-Führungen), in denen solche Maschinenelemente für das Abbremsen zuständig sind. Anwender geben vor, wie sich die zu beschleunigende und abzubremsende Masse in einer definierten Zeiteinheit verhalten soll – und anschließend werden die Lineareinheiten entsprechend angepasst. So sind deren Anbauflächen variabel und Druckluftzuführungen lassen sich in mehreren Optionen planen. Die Verwendung von vorgespannten Kreuzrollenführungen in gehärteten Prismenlaufschienen sorgt dabei für 100%ige Spielfreiheit und eine hohe Lebensdauer.
Durch den Zusammenschluss von Führungsschiene, Schlittenteil und Endplatten zu einer Einheit ist eine hohe Steifigkeit über Hübe bis 100 mm und bei einer maximalen Tragkraft von 700 N gewährleistet. Für speziell diese Aufgaben stellt zipatec den Kunden mit der „LM35“ eine kompakte, aber komplette Einheit – bestehend aus Führungsschiene, Schlittenteil, Endplatten und Dämpfung – zur Verfügung, Bild 1. Die Module können leicht in Konstruktionen integriert werden, Bild 2: Die Hubverstellung gestaltet sich zudem derart einfach, dass viele Kunden sie auch direkt „vor Ort“ vornehmen.

Hydraulische Elemente sparen bares Geld

Der Bremsvorgang bei Handlingaufgaben wird in vergleichbaren Modulen oft mithilfe der Pneumatik bewältigt. In diesem Fall sind jedoch hydraulische Kleinstoßdämpfer integriert, um das Abbremsen der Module noch kosteneffizienter zu gestalten. Geringen einmaligen Investitionskosten bei der Anschaffung von Stoßdämpfern stehen somit deutliche Einsparungen von häufig mehreren Tausend Euro auf Seiten der Betriebskosten gegenüber – verglichen mit dem Fall, dass die Pneumatik das Abbremsen übernehmen würde. Die Einsparungen ergeben sich unter anderem daraus, dass sich dank Stoßdämpfern die Massen mit dem kleinstmöglichen Pneumatikzylinder bewegen lassen, wodurch die Verwendung kleinerer Ventile und Wartungseinheiten möglich ist.

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Autoren

M.A. Robert Timmerberg

Fachjournalist (DFJV) und Mitinhaber der plus2 GmbH, Presse- und Werbe-Agentur, in Wermelskirchen

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