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Ausgewählte Ausgabe: 10-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Stahlerzeuger mit Umwelt- und Klimaschutzzielen

Der Wittener Stahlerzeuger Friedr. Lohmann hat bereits 1996 ein Umweltmanagementsystem etabliert – und setzt sich seitdem immer neue Umwelt- und Klimaschutzziele. Für dieses vorbildliche Engagement hat KlimaExpo.NRW das Unternehmen als „Schrittmacher“ feierlich ausgezeichnet – eine symbolische Würdigung des 211. von 1000 „Schritten in die Zukunft“, die die Initiative bis 2022 hervorheben will.


Bild 1.  Kontrolle an der Schmiedepresse: Die Produktionsprozesse werden ständig auf mögliche Effizienz- und Klimapotentiale überprüft.

Bild 1.
Kontrolle an der Schmiedepresse: Die Produktionsprozesse werden ständig auf mögliche Effizienz- und Klimapotentiale überprüft.

Friedr. Lohmann (www.lohmann-stahl.de) produziert in Witten in siebter Generation Spezial- und Edelstähle sowie hochverschleißfeste und hitzebeständige Gussteile, Bild 1. Frühzeitig hat das Familienunternehmen ein Umweltmanagementsystem etabliert und nach dem international gültigen Standard ISO 14001 zertifizieren lassen. Seitdem setzt sich der Stahlerzeuger immer neue Umwelt- und Klimaschutzziele, spart jede Menge Ressourcen und CO2 ein – und ist ein echtes Vorbild für die Branche.
In den nächsten Jahren rüstet Lohmann weitere konventionelle Leuchtmittel auf energiesparende LED um, reduziert den Gasverbrauch in der Produktion durch neue Brennertechnik, spart Energie in der Edelstahlgießerei durch eine neue Fertigungslinie ein und verbessert die Abwärmenutzung an den Schmiedeöfen. Für dieses vorbildliche Engagement nahm die Landesinitiative das Unternehmen feierlich in ihre „Leistungsschau“ auf.
 Zu diesem Anlass übergab Dr. Michael Walther, stellvertretender Teamleiter Projektmanagement der KlimaExpo.NRW (www.klimaexpo.nrw), die Urkunde zur Qualifizierung an Gunnar Lohmann-Hütte, Geschäftsführer, und Roland Müller, Leiter Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement bei Lohmann. Um den 211. von 1000 Schritten in die Zukunft auch symbolisch zu würdigen, nahm Walther bei Müller die Schuhabdrücke ab.
Ilona Dierschke von der Duisburger Effizienz-Agentur NRW sagte: „Wir haben das Unternehmen in unterschiedlichen Projekten auf dem Weg zu mehr Ressourceneffizenz und Klimaschutz begleitet, unter anderem bei der Einwerbung von Landes- und EU-Fördermitteln für den Aufbau eines innovativen VD/VOD-Prozesses, mit dem eine CO2-Reduktion von bis zu 500 t/a erreicht wird.“

Ruhr + Sonne als Energiequellen

Das Stahlwerk von Lohmann liegt in einem sensiblen Umfeld in Witten, in dem Landschaftsschutz, Wohnen und Tourismus eine bedeutende Rolle spielen. Das Familienunternehmen hat sich historisch gut integriert: Bereits seit 1860 wird die Wasserkraft der Ruhr als Energiequelle genutzt. Aus einer ehemaligen Kornmühle mit Wasserradantrieb ist heute ein modernes Wasserkraftwerk entstanden, das mehr als 4,2 Millionen kWh Strom im Jahr erzeugt und dabei 1680 t CO2 einspart. 2010 kam eine Photovoltaikanlage auf drei großen Hallendächern hinzu, die jedes Jahr nochmals mehr als 70 t CO2 im Jahr einspart.

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Autoren

 Markus Schulze

Projektmanager Öffentlichkeitsarbeit bei KlimaExpo.NRW in Gelsenkirchen.

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