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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Mit Mensch-Roboter-Kollaboration die Produktion flexibel gestalten

Im Zuge der Industrie 4.0 verändern Digitalisierung sowie Automatisierung weltweit die Produktions- und Arbeitsweisen. Zunehmend wird auch der Ruf nach neuen Formen der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine lauter. Mit guten Argumenten, denn die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) verfügt über enorme Potentiale: Sie entlastet die Mitarbeiter in der Produktion und erlaubt es Unternehmen, schneller auf die Anforderungen der Märkte zu reagieren.


Bild 1.  Die von Bosch entwickelte Sensorhaut überwacht den Nahbereich des „Apas assistant“: Kommt ein Mensch ihm zu nahe, stoppt der Produktionsassistent sofort seine Arbeit.

Bild 1.
Die von Bosch entwickelte Sensorhaut überwacht den Nahbereich des „Apas assistant“: Kommt ein Mensch ihm zu nahe, stoppt der Produktionsassistent sofort seine Arbeit.

Erst waren es Webstuhl und Dampfmaschine, dann Elektrizität und Fließband, schließlich Elektronik und Informationstechnologie (IT): Jede der drei „industriellen Revolutionen“ hat die Welt nachhaltig verändert. Die gleichen Erwartungen bestehen nun gegenüber der vierten Stufe – der Industrie 4.0 und ihren „intelligenten“ Fabriken der Zukunft. Dabei geht es einerseits um die Vernetzung von Maschinen, Anlagen und Informationstechnologie. Andererseits sollen aber auch Menschen und Maschinen enger miteinander kooperieren – und das zunehmend mittels direkter Interaktion.

Wandelbare Produktion: Unikat statt Massenprodukt

Dass Industrie 4.0 und MRK zurzeit vermehrt diskutiert werden, ist für Experten keine Überraschung: Beide Themen sind die Antwort auf ein sich immer schneller veränderndes Marktumfeld. Die Wünsche von Kunden weltweit bewegen sich zunehmend weg vom Massenprodukt hin zum individuellen hochwertigen Einzelstück. Die Märkte sind schnelllebig, die Lebenszyklen von Produkten werden kürzer. Kunden verlangen eine größere Vielfalt, der Wettbewerb steigt. Hinzu kommt ein höherer Zeitdruck durch automatisierte und extrem schnelle Produktionsprozesse.
Diesen Herausforderungen können Hersteller begegnen, indem sie die Produktion so ausrichten, dass sie sich schnell und immer wieder neu an die sich wandelnden Anforderungen anpassen lässt. Dabei übernimmt Industrie 4.0 eine Schlüsselrolle. Sie soll die Herstellungsprozesse digitalisieren und flexibilisieren, sie effizienter und transparenter machen. So können gleichzeitig kleine Losgrößen bei hoher Qualität wirtschaftlich hergestellt und individuelle Kundenwünsche flexibel erfüllt werden. Auch Ressourcen lassen sich sparen und Produkte entlang ihrer gesamten Entstehungskette zurückverfolgen. Für die Umsetzung benötigen Unternehmen flexible und anpassungsfähige Maschinen, die sich einfach umrüsten oder umprogrammieren lassen, mit ihrer Umgebung ständig im (Daten-)Austausch sind – und mit ihr kooperieren.

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Autoren

Dipl.-Ing. Wolfgang  Pomrehn

Produktmanager Apas Produktionsassistenten bei Robert Bosch Manufacturing Solutions in Stuttgart

Anpassbarer Produktionshelfer

Optional überwacht der Apas assistant einen erweiterten, applikationsspezifischen Fernbereich  per Laserscanner. Damit ist er in der Lage, seine Arbeitsgeschwindigkeit der An- beziehungsweise Abwesenheit von Menschen flexibel anzupassen. Solange kein Mitarbeiter in der Nähe ist, arbeitet er mit maximalem Arbeitstempo. Betritt ein Mensch den Fernbereich, verlangsamt der Produktionsassistent automatisch seine Bewegungen.

Robert Bosch Manufacturing Solutions GmbH, Postfach 30 02 20, 70442 Stuttgart, Tel. 0711 / 811-0, Fax -518386, Internet: www.bosch-apas.com

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