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Ausgewählte Ausgabe: 06-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Maßgefertigte Zug-Ersatzteile nach Bedarf

Siemens Mobility, weltweit führender Anbieter von Technologien für Fahrzeuge und Infrastrukturlösungen für Transportfahrzeuge, setzt die richtungweisende FDM (Fused Deposition Modeling)-Drucktechnologie von Stratasys ein, um maßgefertigte Produktionsteile für das Ulmer Nahverkehrsunternehmen SWU Verkehr herzustellen. Mit dem 3D-Drucker „Fortus 900mc“ werden die Herausforderungen gemeistert, die mit den geringen Produktionsmengen in diesem Bereich einhergehen. So können Bauteile für Straßenbahnen in wenigen Tagen – statt wie bisher üblich in Wochen – hergestellt werden. Zudem ist die Produktion kostspieliger Werkzeuge nicht mehr notwendig.


Siemens Mobility, mit Standorten in Erlangen, Krefeld, Berlin und München, entwickelt Mobilitätslösungen für den Nah-, Fern- und Güterverkehr. Vor dem Einsatz der 3D-Drucktechnologie in der Produktion war der Anbieter mit der Herausforderung konfrontiert, die zunehmende Nachfrage nach maßgefertigten Einzelstücken zu erfüllen. Für die Schienenverkehrsindustrie bedeutete dies: War ein Ersatzteil nicht vorrätig, mussten erst die Maschinen oder Werkzeuge angeschafft werden, die zur Herstellung des Teils benötigt wurden. Dieser Prozess ist nicht nur langwierig, sondern auch kostenintensiv. Hinsichtlich der Herstellungskosten rechnen sich solche Projekte nur dann, wenn die Aufträge an bauteilspezifische Mindestbestellmengen gekoppelt sind, damit die Kleinserienfertigung die Produktionskosten rechtfertigen.

Flexible Produktion möglich

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Bild 1.
Mit dem 3D-Drucker „Fortus 900mc“ aus der „Production“-Serie und den synthetischen Materialien von Stratasys fertigt Siemens Mobility individuelle Produktionsteile für Straßenbahnen, um die Herstellung von Einzelstücken zu erweitern.

„Seitdem wir die Fortus 900mc in unseren Fertigungsprozess integriert haben, ist unsere Produktion weitaus flexibler und auch besser auf die Anforderungen unserer Kunden abgestimmt, Bild 1“, erklärt Tina Eufinger, Business Development des Geschäftsbereichs Siemens Mobility. Das System stammt vom Pionier und Branchenführer für Lösungen im Bereich 3D-Druck und additive Fertigung, Stratasys Ltd.
„Vor der Integration des 3D-Drucks in die Produktion konnten wir aus Kostengründen oft nur Aufträge für größere Serien annehmen. Bei geringerem Bedarf des Kunden haben wir die überschüssigen Teile gelagert, bis sie benötigt wurden – oder aber veraltet und daher nicht mehr zu gebrauchen waren. Mit der Fortus 900mc aus der ,Production‘-Serie können wir jetzt ein Design genau nach den Kundenvorgaben entwickeln und vor dem 3D-Druck noch mehrmals optimieren. Dadurch hat sich unsere Produktionszeit von Wochen auf wenige Tage verringert. Individuelle Einzelteile entstehen in geringen Stückzahlen auf kostengünstige Weise.“

Reproduzierbar und präzise

Diese effiziente Art der Einzelstückfertigung kommt unter anderem bei den Aufträgen zur Geltung, die Siemens Mobility für SWU Verkehr ausführt. Der Nahverkehrsdienstleister bietet ein Streckennetz mit zehn Straßenbahnen in der Innenstadt von Ulm an.

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